Neonazistische Straftaten in Kahla

Die Anfrage 2179 vom 17. Februar 2012 hat folgenden Wortlaut:
Die Neonazi-Gruppe „FN Kahla“ gehört zu den aktivsten in Thüringen und ist für zahlreiche Propaganda-
Aktionen verantwortlich. Im Internet (http://dck.blogsport.de) wird auch über gewalttätige Übergriffe durch
Neonazis in Kahla berichtet. In der Drucksache 5/2563 erklärt die Landesregierung, bei dem „FN Kahla“
handele es sich um eine „lose Gruppierung, der nur wenige Personen angehören dürften“.
Ich frage die Landesregierung:

1. Hat sich die Einschätzung der Thüringer Landesregierung hinsichtlich der Fragen 1, 2 und 3 der Kleinen
Anfrage 1261 vom 23. Februar 2011 (Drucksache 5/2563) verändert (wenn ja, bitte einzeln ausführen)?

2. Ist der Landesregierung bekannt, dass in der Nacht vom 3. auf den 4. September 2010 – zum zweiten Mal
seit der Eröffnung im Jahr 2009 – die Scheiben eines vietnamesischen Lebensmittelgeschäfts in Kahla
eingeschlagen wurden? Warum taucht dieser Vorfall nicht in der Drucksache 5/2563 auf? (Quelle: Chronik
2010 der Thüringer Beratung für Opfer rechtsextremer Gewalt: http://www.ezra.de/chronik)

3. Wie die Thüringer Beratung für Opfer rechtsextremer Gewalt (Chronik 2010, vgl. Frage 2) berichtet, wurde
in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 2010 das Auto eines jungen Mannes aus Kahla massiv beschädigt.
Der Lack wurde zerkratzt, die Windschutzscheibe mit schwarzer Farbe übermalt und die Motorhaube
mit rechten Parolen beschmiert. Zuvor hat es schon mehrfach – sowohl persönliche als auch
anonyme – Drohungen aus rechten Kreisen gegen den Betroffenen gegeben. Ist der Landesregierung
dieser Vorfall bekannt und wie wird dieser bewertet? Warum taucht der Vorfall nicht in der Drucksache
5/2563 auf?

4. Ist der Landesregierung der auf der Internetseite http://dck.blogsport.de/2012/01/25/immer-brutalere-angriffe-
seitens-der-fn-kahla/ (eingesehen am 7. Februar 2012) beschriebene Angriff bekannt und wie bewertet
die Landesregierung das Geschehen?

5. Im Campusradio Jena (http://www.campusradio-jena.de/2011/11/01/fremdenhass-studentin-in-kahla-bedroht/,
eingesehen am 7. Februar 2012) berichtet eine in Kahla lebende Studentin über fremdenfeindliche
Attacken in der Stadt. Ist der Landesregierung dieser Vorfall bekannt und wie wird dies bewertet?

6. Sind der Landesregierung über die in der Drucksache 5/2563 genannten hinaus weitere Straf- oder Gewalttaten
mit rechtsextremen, ausländerfeindlichen, homophoben, antisemitischen oder sonstigen menschenfeindlichen
Hintergründen in Kahla bekannt? Wenn ja, welche (bitte chronologisch auflisten ab Januar
2010)?
Drucksache 5/4289 Thüringer Landtag – 5. Wahlperiode 2

7. Welche Ermittlungs- bzw. Strafverfahren wurden im Zusammenhang mit rechtsextremen Aktivitäten in
Kahla nach dem 1. April 2011 eingeleitet und wie alt waren die jeweils Beschuldigten zum Tatzeitpunkt?
Wie ist der aktuelle Status der Verfahren bzw. zu welchem Ergebnis führten diese?

8. Welche Maßnahmen ergreifen die Landesregierung, die Polizei und die Stadt gegen den hohen Aktivismus
der Kahlaer Neonaziszene und zum Schutz der Bevölkerung vor Übergriffen durch eben diese?
Das Thüringer Innenministerium hat die Kleine Anfrage namens der Landesregierung
mit Schreiben vom

5. April 2012 wie folgt beantwortet:

Zu 1.:
nein

Zu 2.:
Der Landesregierung sind nachfolgende Sachbeschädigungen am Tatort 07768 Kahla, Bahnhofstraße 4,
bekannt:
Im Zeitraum vom 3. September 2010 zum 4. September 2010 hatten unbekannte Täter die Schaufensterscheibe
des vietnamesischen Obst- & Gemüsegeschäftes mit einem
Stein eingeworfen. Am 1. Januar 2011
wurde wiederum von unbekannten Tätern
die Schaufensterscheibe des Geschäftes zerstört.
Erkenntnisse zu einer Sachbeschädigung vor dem 3. September 2010 am o. g. Tatort liegen der Landesregierung
nicht vor.
Da zu den o. g. Sachbeschädigungen bislang keine Täter ermittelt werden konnten und auch im Übrigen
keine Anhaltspunkte für eine Verbindung zum Freien Netz Kahla vorliegen, wurden beide Vorfälle nicht in
der Drucksache 5/2563 erwähnt.

Zu 3.:
Der Landesregierung ist bekannt, dass der PKW der oben benannten Person mit dem Schriftzug „Anti Antifa“
besprüht wurde. Der Geschädigte gab in seiner Zeugenvernehmung
die Vermutung zu Protokoll, dass
die Sachbeschädigung durch Personen der rechten Szene begangen wurde. Er äußerte weiterhin, dass er
im Internet bedroht wurde. Persönliche Bedrohungen, wie in der Anfrage dargestellt, sind der Landesregierung
auf Grund der nicht vorhandenen Einlassung des Geschädigten
nicht bekannt.
Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass sich im Internet auf der Seite „Antifaschistische
Aktion Kahla“
im Rahmen von wechselseitigen Beleidigungen und Bedrohungen der linken und der rechten Szene auch
ein Eintrag befindet, der konkret auf den Geschädigten sowie dessen PKW (allerdings mit Buchstabendreher)
hinweist. Dieser Eintrag wurde unter dem Namen „fn.kahla“ getätigt.
Ein Tatverdächtiger konnte zu oben genanntem Delikt nicht ermittelt werden. Aus diesem Grund wurde der
Vorfall nicht in der Drucksache 5/2563 erwähnt.

Zu 4.:
Der Landesregierung war der Vorfall bisher nicht bekannt. Auf Grund der nunmehr
vorliegenden Erkenntnisse
wurde von Amts wegen eine Anzeige aufgenommen.

Zu 5.:
Der Landesregierung war der Vorfall bisher nicht bekannt. Auf Grund der nunmehr
vorliegenden Erkenntnisse
wurde von Amts wegen eine Anzeige aufgenommen.
Thüringer Landtag – 5. Wahlperiode Drucksache 5/4289
3

Zu 6.:
Tatzeit Tatort Delikt
20.04.2010 Bahnhofstraße 30 § 86 a StGB*
24.-25.07.2010 Badweg § 303 StGB
08.09.2010 Schillerstraße § 86 a StGB
11.09.2010 Jenaische Straße 14 § 145 d StGB
07.-08.12.2010 Christian-Eckardt-Straße 8 § 303 StGB
07.-08.12.2010 Marktplatz 2 § 303 StGB
13.-14.12.2010 Bahnhofstraße § 303 StGB
05.-06.01.2011 Burg 1 § 86 a StGB
06.01.2011 Rosengartenweg § 86 a StGB
19.-20.01.2011 Rosengartenweg § 303 StGB
29.-30.01.2011 An der Ascherhütte 5 § 303 StGB
09.02.2011 Bahnhofstraße 18 § 303 StGB
11.02.2011 Am Langen Bürgel § 303 StGB
25.03.2011 Bahnhofstraße § 86 a StGB
10.04.2011 Bahnhofstraße/Brückenstraße § 303 StGB
28.05.2011 Kahla, Stadtgebiet § 86 a StGB
19.08.2011 Bahnhofstraße § 303 StGB
19.-20.08.2011 Brückenstraße § 303 StGB
20.-21.08.2011 Bergstraße 6 § 303 StGB
02.-03.10.2011 Jenaische Straße 14 § 86 a StGB
Strafgesetzbuch

Zu 7.:
Tatzeit Tatort Straftat Alter der
Beschuldigten
Ausgang des
Verfahrens
10.04.2011 Bahnhofstraße/
Brückenstraße § 303 StGB unbekannt gemäß § 170 Abs. 2 StPO*
eingestellt
28.05.2011 Kahla, Stadtgebiet
§ 86 a StGB unbekannt gemäß § 170 Abs. 2 StPO
eingestellt
19.08.2011 Bahnhofstraße § 303 StGB 20 Jahre Ermittlungen dauern an
19.-20.08.2011 Brückenstraße § 303 StGB unbekannt gemäß § 170 Abs. 2 StPO
eingestellt
20.-21.08.2011 Bergstraße 6 § 303 StGB unbekannt gemäß § 170 Abs. 2 StPO
eingestellt
02.-03.10.2011 Jenaische Straße
14 § 86 a StGB
acht Beschuldigte
im Alter zwischen
20 und 36 Jahren
Ermittlungen dauern an
* Strafprozessordnung

Zu 8.:
Auf die umfangreiche Berichterstattung der Landesregierung zur Problematik der Bekämpfung des Rechtsextremismus
in Thüringen wird verwiesen.

Geibert Minister

Hier ist nochmal eine kleine Erläuterung der verschiedenen Paragraphen.

§ 303 StGB – Sachbeschädigung

§ 86 a StGB – Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen
(hier oft in Verbindung mit Sachbeschädigungen)

§ 145 d StGB – Vortäuschen einer Straftat

RAZZIA GEGEN NEONAZIS IN KAHLA

Am Vormittag, des 13.03.2012, fanden in 3 Bundesländern Razzien gegen die neonazistische Vereinigung „Aktionsbündnis Mittelrhein“ statt. Ermittelt wird gegen insgesamt 33 Personen, laut Presseangaben gab es 24 Verhaftungen. Vorgeworfen werden den Nazis u. a. Gewalttaten gegen Andersdenkende. Es sollen auch NPD-Mitglieder unter den Verdächtigen sein.

Auch in Kahla wurde ein Objekt durchsucht. Es handelt sich um das Haus schräg gegenüber der Stadtkirche, um das sich in Kahla schon einige Zeit diverse Mythen ranken.
Laut Quellen richtete sich die Durchsuchung gegen ein kürzlich aus Rheinland-Pfalz zugezogenes Pärchen, wobei hauptsächlich eine Frau im Fokus der Ermittler stehen soll. Sie soll im „Aktionsbündnis Mittelrhein“ aktiv gewesen sein. Inwiefern die Beiden in Nazi-Aktivitäten in und um Kahla herum eingebunden sind, ist noch nicht bekannt. Wenn man jedoch mal einen Blick riskiert hat wer und was da bei der Kirche so ein- und ausgeht, den dürfte die Vermutung nicht loslassen dass diese Immobilie mehr darstellen soll als einen entspannten Rückzugsort. So wurde u. a. schon der rechte Liedermacher Maximilian Lemke, NPD-Mitglied und Besitzer des „Braunen Hauses“ in Jena, vor dem Gebäude gesichtet.

Hier ist der dazu gehörige Zeitungsausschnitt:

http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Razzia-gegen-Neonazis-in-Kahla-620541582

Nächtliche Nazi-Demos in Saalfeld

Am Abend des 03. März 2012 kam es in Saalfeld zu mehreren Aufmärschen rechtsradikaler Gruppen. Die FN-Kahla ist eine unterstützende Gruppe der FN Saalfeld, die maßgeblich an den nächtlichen Aktionen beteiligt war. Auf der Twitterseite der FN-Kahla wird der 03.März erwähnt und als Erfolg bezeichnet.

Kompletter Bericht zu den Aktionen der Nazis vom 03.März findet und der Demo die am Samstag dem 10.März 2012 satt findet findet ihr unter folgenden Links:

antifaslf.blogsport.de/

damalswieheute.blogsport.de/

Immer brutalere Angriffe seitens der FN KAHLA

Bereits wenige Tage vor Silvester 2011/2012 kam es wieder zu einem Übergriff der FN-Kahla. Ein bekennender Kahlaer Antifaschist wurde abends auf dem Nachhauseweg von 2 einschlägig bekannten Mitgliedern der FN angehalten, da diese „mal mit ihm reden wollten“. Nachdem der Angesprochene weiter gehen wollte zog einer der Beiden eine Spraydose aus der Tasche und sprühte dem Mann aus ca. 0,5 m Entfernung eine Ladung Pfefferspray ins Gesicht. Als dieser zu Boden ging entfernten sich die Angreifer im Laufschritt. Darüber ob es ein zufälliger Angriff oder eine geplante Gewalttat war, kann nur spekuliert werden. Es dauerte eine ganze Weile bis sich das Opfer von dem brutalen Angriff erholte.
Dieser Vorfall steht symptomatisch für die Situation in Kahla. Da die Nazis keine wirkliche Gegenwehr seitens der Zivilgesellschaft erfahren trauen sie sich erst zu solchen Taten. Da die Mehrheit Aktionen wie z.B. rechte Schmierereien einfach ignoriert (bzw. sogar toleriert) scheinen Faschos ,wie allen voran die FN-Kahla, hier freie Bahn zu haben. Doch gerade in Anbetracht des Wahnsinns der aktuell rund um die Zwickauer Terrorzelle ans Tageslicht gekommen ist, sollten die Bürger eigentlich gerade gegenüber solchen Abscheulichkeiten sensibilisiert sein.
Deshalb unser Aufruf: Egal ob Schüler, Student, Arbeiter, Erwerbsloser oder sonstiges: es gilt menschenverachtenden Ideologien wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und anderen Unzumutbarkeiten, egal ob sie nun von Neonazis oder von sogenannten „anständigen Bürgern“ aus der politischen Mitte kommen, entgegenzutreten. Denn wenn Nazis nicht der öffentliche Raum entzogen wird, dann können sie immer weiter gedeihen. Das gilt sowohl für Kahla, als auch für jede andere Stadt.

Dutzende neue Schimerereien und Aufkleber in Kahla

Im laufe dieser Woche sind dutzende neue Aufkleber und Schmierereien der „FN-Kahla“ aufgetaucht. Welche sich ausschließlich um Rudolf Hess drehten. Mit Sprüchen wie „Es war Mord“ oder „Friedensflieger für Deutschland“ zeigen sich die Aktivisten solidarisch mit dem ehemaligen Vertreter Adolf Hitler´s. Die „FN-Kahla“ bekennt sich öffnetlich zu den Schmiererein und Aufklebern die diese Woche in Kahla auftauchten. Auf ihrer Twitterseite prahlen die Aktivisten mit den begangenen Taten.

Rudolf Hess Aufkleber
Aufkleber die überall in der Stadt verklebt sind

Schriftzug
Frie1densflieger
Schriftzüge die in der ganzen Stadt gesprüht wurden

Nazischmierereien und Einbruch in Kahlaer Kirche geklärt

Von der Polizeistation Kahla schreibt Torsten Hering im
Polizeireport für Kahla und das Südliche Saaletal für die
Kahlaer Nachrichten vom Donnerstag, den 3. März 2011:

Nazischmierereien und Einbruch in Kahler Kirche geklärt

Hass auf Religion gekoppelt mit notorischer Geldknappheit war das Motiv für den Einbruch in die Stadtkirche Kahla in der Nacht zum 6. Januar. Die Kirche war innen mit roter Farbe besprüht wurden(sic!). Neben Hakenkreuzen waren dort solche Worte wie „Judas“ oder „Frieden ohne Christen und Juden“ zu lesen. Außerdem fehlten eine Bibel, ein Messingkreuz sowie etwas Geld aus einer Sammelbüchse.

Die Inschriften wurden einem 20-jährigen Kahlaer am Ende zum Verhängnis. Er war wegen anderer Schmierereien bereits ins Visier der Ermittler geraten. Ein ähnliches Schriftbild wie in der Kirche gab es bei verschiedenen Graffitis im Stadtbild von Kahla. In dieser Woche konnte durch die Kriminalpolizei Jena beim Geraer Amtsgericht ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Beschuldigten erwirkt werden. Dort fanden sich weitere Beweise für dessen Täterschaft, so das in der Kirche gestohlene Messingkreuz. Dies wollte der Beschuldigte anfangs nur „gefunden“ haben und benannte dafür einen 15-jährigen Freund aus Gera als Zeugen. Jenem konnten die Ermittler am Ende ebenfalls eine Tatbeteiligung beim Einbruch in die Kirche nachweisen. Bei ihm wurde auch die entwendete Bibel gefunden.

Neben dem Einbruch in die Stadtkirche konnten die Ermittler dem 20-jährigen Beschuldigten noch sechs weitere Schmierereien und damit Sachbeschädigungen in Kahla zur Last legen. Er hatte mehrfach das FN-Symbol, für „Freies Netz“, eine Internet-Plattform mit rechtsradikalen Inhalten gesprüht.

Torsten Hering
Leiter Polizeistation Kahla

Hier der Pressebericht: http://kahla.de/cms/uploads/Kahlaer_Nachrichten/2011/Kahlaer_Nachrichten_2011-04.pdf#page=3

Nazischmierereien in Kirche – Polizei fasst Täter

Nach einem Einbruch mit Nazi-Schmierereien in der Stadtkirche von Kahla hat die Polizei einen 20 Jahre alten Mann als Tatverdächtigen ermittelt. Er soll bei dem Einbruch mit einem 15-Jährigen unter anderem eine Bibel und ein Messing-Kreuz gestohlen haben, um sie im Internet zu verkaufen, teilte die Polizei Jena am Donnerstag mit. In der Kirche hinterließ er aufgesprühte Schriftzüge einer rechtsradikalen Internetplattform, Nazisymbole sowie antisemitische und antichristliche Parolen. Bei den beiden gefassten Tätern handelt es sich um Mitglieder der FN-Kahla.

Der Kircheneinbruch war in der Nacht zum 6. Januar. Auf die Spur der Täter kam die Polizei durch das Schriftbild der Nazi-Schmierereien, von denen es in Kahla in jüngster Zeit einige weitere gegeben hatte. Sie sollen auch vom 20-Jährigen stammen. Die gestohlenen Gegenstände stellte die Polizei bei Wohnungsdurchsuchungen sicher. Gegen die beiden Tatverdächtigen wird unter anderem wegen Sachbeschädigung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
Quelle: STZ und eigene Informationen

Trotz der 2 Festnahmen ist das Naziproblem von Kahla in keinster Art und Weis aus der Welt geschafft!! Deswegen wollen wir euch weiterhin über alles was in Kahla und deren Umgenung passiert auf dem Laufenden halten.

Nazischmierereien in Kahla-die Stadt ignoriert weiter

In den letzten Wochen machte die FN-Kahla wieder auf sich aufmerksam. Unzählige Aufkleber, Plakate und Sprühereien, die (zum Teil) einen Nazigroßaufmarsch in Dresden bewerben, sind überall in der Stadt zu finden. Hauptaugenmerk legten die Nazis dabei auf den Kahlaer Bahnhof, welcher schon des öfteren Ziel solcher Aktionen war.
Das es sich bei den Inhalten um geschichtsrevisionistisches und menschenverachtendes Material handelt, scheint in Kahla fast keinen zu stören – denn nachwievor zieren noch etliche Aufkleber und Sprühereien das Stadtbild und die Verantworlichen der Stadt unternehmen weiter hin nichts.

null
Sprühschablonen direkt auf dem Markt

null
Plakate als Aufruf für eine Nazidemo

null
Aufkleber der FN-Kahla die überall in der Sadt zu finden sind

Irreführung durch die FN Kahla

Kaum zwei Tage sind vergangen seit dem brutalen Einbruch in die Kahlaer Stadtkirche. Da fällt die „FN Kahla“ schon wieder mit einen neuen Skandal auf. Diesmal waren es eine Hand voll Aktivisten die alle vermummt bei Aral mit einem Schild, auf dem riesen groß und in Druckbuchstaben „Hupen“ und klein, sodass man es als Autofahrer nicht lesen konnte „gegen Links“ rumfuchtelten. Hierbei wurden absichtlich Autofahrer in die Irre geführt und sicherlich haben viele Leute gehupt obwohl sie in keinster Art und Weise so denken.

Einbruch in Kahlaer Kirche

Mitglieder der FN „Kahla“ sind in der Nacht vom 5. zum 6. Januar in die Stadtkirche Kahla eingebrochen, schon auf dem Weg zum Tatort haben sie Wände mit Parolen beschmiert. An der Kirche hebelten sie ein Fenster der Kellerräume auf und drangen in das Gotteshaus ein. Dort warfen sie Prospektständer und Stühle um, beschmierten die Wände im Keller mit Hakenkreuzen, antikirchlichen und antisemitischen Sprüchen und entwendeten ein im Eingangsbereich vorgefundenes Spendengefäß aus Keramik sowie ein Portemonnaie mit geringen Spendenbeträgen. Die Kriminalpolizei Jena hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet unter der Telefonnummer 03641/810 um sachdienliche Hinweise.
Quelle: TLZ mit dem Zusatz von eigenen Informationen



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