„Thüringentag der nationalen Jugend“ sabotieren!

Die Nazis rufen dazu auf, am 15. Juni 2013 den 12. „Thüringentag der nationalen Jugend“ in der Kleinstadt Kahla zu begehen. Als Verantwortliche für das Nazi-Fest fungieren Leute wie David Buresch (FN Kahla), Ringo Köhler und Steffen Richter (beide FN Saalfeld). Die Veranstaltung ist die erste dieser Art in Kahla und soll unter dem Motto „Medienmanipulation“ stehen und fallen. Von Seiten der Veranstalter wird von einem „politischen Ereignis“ geredet.

Schon seit der „Wende“ ist Kahla eine „Fascho-Hochburg“: Anfang der neunziger Jahre gab es bereits eine Gruppe mit dem Namen „Hatebrothers Kahla“, welche aber bereits in den achtziger Jahren mit ihrer hirnlosen Propaganda gestartet haben soll. Nachdem sich die dazugehörigen Männer zur Ruhe gesetzt hatten, gründete sich ein weiterer Zusammenschluss, das „Freie Netz Kahla“…

Die Liste der rechtsmotivierten Aktionen in Kahla ist lang: So wurden in den letzten 3 Jahren das Auto eines Nazigegners mit Sprühfarbe beschädigt, in der Stadtkirche wurden bei einem Einbruch antisemitische Schmierereien hinterlassen und ein antifaschistisch engagierter junger Mann wurde mit Pfefferspray attackiert. Außerdem ist das gesamte Stadtbild von rechten Parolen geprägt. In fast allen Fällen ist die Verbindung zum FN-Kahla offensichtlich. Außerdem wäre da noch das Wohnprojekt Burg 19: eine genau in der Kahlaer Altstadt beheimatete Immobilie, mit der neben personellen Überschneidungen zum „Braunen Haus“ in Jena, auch andere einschlägig bekannte Neonazis in Verbindung gebracht werden. (Für weitere Informationen zu Vorfällen in und um Kahla, lest bitte die Artikel auf dieser Seite!)
Was ebenfalls Tatsache ist, ist das in der hiesigen Dorfgemeinschaft faschistoide Denkmodelle tief verwurzelt sind und Nazis größtenteils auf Toleranz bzw. Zustimmung treffen, die vorstädtischen Zustände quasi die Faschos in ihrem Handeln bestärken…

Nachdem die Nachricht, dass der 12. „Thüringentag der nationalen Jugend“ in Kahla stattfinden soll, offiziell wurde, war der Aufschrei groß. Natürlich sehen wir Engagement gegen rechts als unerlässlich, jedoch stehen wir den zivilgesellschaftlichen Anti-Rechts-Projekten auch kritisch gegenüber: wie bereits angesprochen, wurde in der Vergangenheit nichts gegen aufkeimende rechte Strukturen unternommen, gegen Nazis aktive Leute wurden mit Argwohn betrachtet, nicht zu übersehende Zeichen wurden konsequent ignoriert. Aus dem plötzlichen Engagement mancher, lässt sich ein ätzendes Bedürfnis nach Gewissenserleichterung und Selbstbestätigung heraushören. Dazu braucht man nicht einmal die abgeschmackten Aufrufe von Wichtigtuern wie dem Aktionsnetzwerk nehmen: Lippenbekenntnisse, wo man auch hinhört. Das bisherige Versagen droht sich zu wiederholen…

Wir fordern deshalb alle antifaschistisch orientierten Menschen, die es damit auch ernst meinen, auf, am 15. Juni 2013 nach Kahla zu kommen und sich den Nazis sachgemäß entgegen zu stellen! Seid entschlossen, seid kreativ!

Gegen Kahla und seine Nazis!
„Thüringentag der nationalen Jugend“ sabotieren!

Doku Crew Kahla, Mai 2013

(weitere Infos folgen!)

Nazis attackieren „Demokratie-Laden“ & mobilisieren für den „Thüringentag…2013“

Keine 48 Stunden hielten die Scheiben des „Demokratieladens “in der Magarethenstraße: In der Nacht zu Donnerstag wurden sie von 2 Männern im Alter von 19 und 22 Jahren zerstört. Durch die Aussage einer Zeugin konnten die zwei Tatverdächtigen ermittelt werden. Bei den daraus resultierenden Hausdurchsuchungen wurde u. a. eine Zwille gefunden die, aller Wahrscheinlichkeit nach, als Tatwerkzeug diente. Der 19-jährige gab die Tat zu und belastete seinen Kameraden schwer. Bereits im Vorfeld des „Tags der Toleranz“ letzte Woche, fielen Neonazis mit Kreidezeichnungen wie „Freiheit für Wolle“ und „Meinungsfreiheit statt Eure Zivilcourage“ vor dem Laden auf.

Indessen haben die Vorbereitungen für den „Thüringentag der nationalen Jugend“ begonnen. Das jährliche Nazi-Fest soll unter dem Motto „Medienmanipulation“ stehen. Es stehen auch schon die einen oder anderen Redner und „Musiker“ fest: So sollen diverse Stammler von NPD und Freien Kräften sprechen, während bspw. der in der Szene äußerst populäre Liedermacher Frank Rennicke für Ohrenbluten sorgen sollte.

http://www.dtoday.de/regionen/lokal-nachrichten_artikel,-Angriff-auf-%E2%80%9EDemokratieladen%E2%80%9C-in-Kahla-Polizei-ermittelte-Tatverdaechtige-_arid,245171.html

Scheibe

Wolle
Mit „Wolle“ ist der aus Jena stamende NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben gemeint.

Spruch

Kahla begeht den „Tag der Toleranz“

Am Dienstag beging die Stadt Kahla den „Tag der Toleranz“. An dieser Veranstaltung, bei der u.a. Live-Musik, ein „Bürgerfrühstück“ und Spielmöglichkeiten für Kinder geboten wurden, sollen sich knapp 25 „Vereine, Verbände und Institutionen der Stadt“ beteiligt haben. Damit sollte ein zivilgesellschaftliches Zeichen gegen braunes Gedankengut und für Demokratie gesetzt werden. Wie bereits im Vorfeld abzusehen war, konnten sich auch einige der üblichen, nationalverwirrten Elendsgestalten nicht entblöden, und posierten beispielsweise in „Lunikoff“-Shirts, oder offenbarten ihre völkische Stammtischideologie in verbaler Form. Bereits zur Vormittagszeit sollen Platzverbote gegen Personen des „FN-Kahla“ ausgesprochen worden sein.

Derweil öffnete der „Demokratie-Laden“ seine Pforten in der Margarethenstraße. Diese neue Location ist auf die „Initiative BürgerInnen für Kahla“ zurückzuführen. Geöffnet ist der Laden montags ab 18 Uhr und donnerstags von 16 bis 19 Uhr. An einem Veranstaltungsplan wird noch gearbeitet, jedoch wurde schon verlautbart, dass es Ausstellungen, Lesungen und Diskussionsrunden geben soll.

Büro

http://www.otz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Demokratie-Laden-in-Kahla-eroeffnet-683636096

Kahlaer Verein wird Ziel von rechtem Übergriff

In der Nacht zu Dienstag wurden in Kahla die Fensterscheiben des Vereins „Täglich-Brot-Insel“ eingeworfen. Zudem wurde der Briefkasten des Gebäudes abgerissen und entwendet.

Wer mit den Hintergründen vertraut ist, dürfte keinen Zweifel daran haben, dass es sich bei der Tat um einen rechten Übergriff handelt: So hingen in den Scheiben Plakate eines staatlichen Anti-Nazi-Programms. Außerdem ist eine der Mitarbeiterinnen des Vereins Mitbegründerin der Initiative „BürgerInnen für Zivilcourage“ und hat sich in der Vergangenheit des Öfteren öffentlichkeitswirksam gegen rechts ausgesprochen. Auch wenn noch keine Tatverdächtigen ermittelt wurden, sind die Täter also mal wieder in der örtlichen Neonazi-Szene zu suchen.

Quelle: http://www.otz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Eingeschlagene-Scheiben-bei-der-Taeglich-Brot-Insel-Kahla-1588962289

Zur neusten Razzia bei Neonazis

Wie bereits vor ca. einem Jahr, durchsuchten Einsatzkräfte der Polizei das Grundstück des örtlichen Nazistreffs „Burg 19“.
In den gestrigen Morgenstunden drangen die Beamten des Thüringer Landeskriminalamts in das Gebäude ein. Dazu nutzten sie laut Augenzeugenberichten ein Fenster im 1. Stock des Hauses, welches durch eine Leiter erreicht wurde. Außerdem soll zeitgleich ein weiteres Objekt in Jena durchsucht wurden sein. Dies geht aus der Presseerklärung des Thüringer Landeskriminalamts hervor. Anlass der Razzia soll eine unerlaubte Schusswaffe gewesen sein, die später bei den Eltern eines der Beschuldigten gefunden werden konnte.
Wie von uns berichtet, wurde die Adresse Burg 19 in Kahla bereits letztes Jahr Ziel einer Razzia. Damals stand eine der Bewohnerinnen, Lisa Bauer, im Fokus. Außerdem werden andere namhafte Neonazis (Maximilian Lemke, Sebastian Dahl, Nico Schneider,…) mit dem Haus in Verbindung gebracht. So sollte mittlerweile jedem klar sein, dass nicht nur die Fassade des Hauses braun ist, sondern auch die in ihm befindlichen Gestalten.

OTZ Link:

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/blaulicht/detail/-/specific/Bundesweite-Razzia-bei-Neonazis-Durchsuchung-in-Kahla-2122965755

FN-Kahla führt erneut geschichtsrevisionistische „Aktionswoche“ durch

Seit nun mehr 3 Jahren führen die Nazis des „Freien Netz Kahla“ eine Aktionswoche im Zusammenhang mit den sogenannten „Kriegsverbrechen“ der Alliierten von 1945 durch. So versuchen die Faschos die legitimen Angriffe der britischen Luftwaffe vom 13. Februar 1945 als „Alliierten Bombenholocaust“ zu diffamieren.

So rühmt sich das FN-Kahla damit 1000 Flugblätter in der Stadt verteilt zu haben, wie es schon in ähnlicher Weise in den letzten Jahren geschehen ist. Damit versuchen die Nazis die Zustimmung der Bürger zu gewinnen. Außerdem sollen Kerzen für die deutschen „Opfer“ aufgestellt, und Aufkleber für die weggebombten Nazis von damals geklebt worden sein.

Der Stand der Dinge

In den letzten Monaten tauchen in Kahla beinahe täglich neue Schriftzüge mit rechten Hintergründen auf. Auffällig ist, dass ein erheblicher Teil der, zumeist antisemitisch motivierten Parolen, am Bahnhof bzw. in der näheren Umgebung das Tageslicht erblicken.
Israel1
Fuck
Gaza

Immer wieder hören wir auch davon, dass Leute von Mitgliedern des FN Kahla belästigt, beleidigt und bedroht werden. Die Aktivisten schrecken nicht davor zurück, ihre Widerwärtigkeiten am helllichten Tag auf die Menschheit loszulassen.

Aber das sind nicht die einzigsten Nachrichten. In Kahla hat sich ein Bürgerbündnis mit Namen „BürgerInnen für Zivilcourage in Kahla“ gegründet. Dies gab Heike Döbler („Täglich Brot Insel“) in der OTZ und in den „Kahlaer Nachrichten“ bekannt. So soll anlässlich des „Thüringentag der nationalen Jugend“ im Juni, „ein Zeichen gegen rechte Gesinnungen, gegen Rassismus und Ausgrenzung“ gesetzt werden. Die Initiative ginge aus einer Informations- und Bündniskonferenz hervor, die bereits im Dezember letzten Jahres stattfand. Eine Reihe an Veranstaltungen sei für die Zukunft geplant.

Über neue Entwicklungen und Vorfälle halten wir Euch natürlich auch weiterhin auf dem Laufenden.

Details zum „Thüringentag der nationalen Jugend“ bekanntgeworden

Mittlerweile sind neue Einzelheiten zum „Thüringentag der nationalen Jugend“ ans Tageslicht getreten. Laut Innenministerium soll die Naziveranstaltung am 8. Juni 2013 stattfinden, als Veranstaltungsort ist „Auf dem Gries“ angegeben. Der Thüringentag soll also in unmittelbarer Nähe zu Saale bzw. Löbschütz-Brücke abgehalten werden.

Die angegebenen Verantwortlichen für das Fest sind keine Unbekannten. Es handelt sich dabei um Steffen Richter, Ringo Köhler (beide „FN Saalfeld“) und David Buresch (FN Kahla). Darüber hinaus dass alle drei der aktiven Neonazi-Szene angehören, sind die Verantwortlichen für den Thüringentag dem NSU-Unterstützerumfeld zuzurechnen. So soll Letzterer für ein Solidaritätstransparent in Kahla verantwortlich sein, welches vor wenigen Wochen am helllichten Tag gehisst, und auf dem Freiheit für Ralf Wohlleben (mutmaßlicher NSU-Helfer) gefordert wurde.

Es sind also neue Details zum „Thüringentag der nationalen Jugend“ bekannt geworden, wobei man sich in Kahla eingestehen muss, dass es sich bei diesem Nazi-Fest nur um eine logische Konsequenz aus der nicht vorhandenen Entwicklung, rund um den Umgang mit rechtem Gedankengut handelt. Ob die Bürger dadurch schlussendlich aufwachen werden, ist mehr als fraglich.
Dass es Gegenaktivitäten geben muss, sowohl am 8. Juni, aber auch im Alltagsleben, versteht sich von selbst.

Quelle: http://haskala.de/2013/01/02/nsu-unterstutzerumfeld-bereitet-neonazi-festival-vor/

Vermehrt antiisraelische Propaganda

Vor wenigen Tagen tauchte an der hinteren Fassade des Netto-Marktes in der Christian-Eckardt-Straße ein Graffiti mit dem Schriftzug „Freiheit für Palästina! – Gegen Zionismus – Boykottiert Israel!“, auf. Unmittelbar daneben befinden sich die Bahnschienen, es ist also gut aus dem Zug heraus zu sehen. Im Internet hat sich bereits ein wohlbekanntes Mitglied des FN-Kahla mit dem Foto der besagten Schmiererei gebrüstet. Auch in der hiesigen Tageszeitung wurde diese Tat erwähnt, allerdings, wie heutzutage leider oft so üblich, wurde über den politischen Hintergrund geschwiegen. Dabei handelt es sich bei diesem Slogan jedoch um nichts anderes als antisemitische Propaganda, jedoch unter dem Tarnmantel des Antizionismus.

An dieser Stelle möchten wir Euch kurz erläutern warum sich die Faschos ausgerechnet die sogenannten Palästinenser als überaus solidaritätswürdig auserkoren haben:

Zuerst geht es den Neonazis natürlich darum, ihren Hass auf die Juden in zeitgemäßer Form zu artikulieren, da natürlich auch die neuen Nazis immer noch glauben die Welt würde von Juden beherrscht werden, die alle anderen Menschen unterdrücken und ausbeuten. Da kommt ein Konflikt wie im Nahen Osten, bei dem der Staat Israel, Schutzraum der von antisemitischen Terror verfolgten jüdischen Menschen, sich auf notwendige und legitime Art und Weise verteidigt, gerade Recht. Darüber hinaus gibt es erhebliche ideologische Schnittstellen zwischen dem Nationalsozialismus und islamistischen Terrororganisationen, wie der Hamas in Palästina. Dazu gehören, neben der Feindschaft gegen Juden, der völkische, autoritäre Charakter, die Unterdrückung von Menschen die nicht in das gewünschte Weltbild passen, und die Leugnung des Holocausts. Außerdem geht es den Neonazis darum, durch die Diffamierung des israelischen Staates, Deutschland von der Vergangenheit freizusprechen. Diese Form der Schuldabwehr ist allerdings nach wie vor im überwiegenden Teil der deutschen Gesellschaft verbreitet, wie zuletzt durch die Günter-Grass-Debatte sichtbar.
Natürlich könnte man zu diesem Thema noch erheblich mehr schreiben, an dieser Stelle möchten wir Euch allerdings ein paar lesenswerte Adressen näher bringen:

OTZ-Artikel:

http://www.otz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Einkaufsmarkt-in-Kahla-wird-Ziel-von-Graffiti-Spruehern-879002656

Zum Thema Antisemitismus:

http://bak-shalom.de/

http://www.prozion.de/

http://bak-shalom.de/wp-content/2008/06/hamas-heist-krieg.pdf

http://www.klick-nach-rechts.de/

Weiterhin Naziaktivitäten in Kahla

Die Kontinuität rechter Aktivitäten ist nach wie vor in Kahla sichtbar. So fand in der Nacht vom 6. Oktober 2012 in Kahla ein rechter Liederabend in einer Kneipe satt. Bei dieser Veranstalltung waren ca. 20 bis 30 Neonazis anwesend.

Weiterhin sind mal wieder Schmierereien mit antisemitischem Inhalt in
Kahla aufgetaucht. So ist beim Lebensmittelmarkt REWE der Schriftzug „Fuck
Zionism“ hingemalt worden, die Parole „Israel=Terrorstaat“ ist bei der
„Marktpforte“ zu sehen. Diese Schriftzüge sind ohne jeden Zweifel durch
Feindschaft gegen jüdische Menschen motiviert.

Dies zeigt, dass Nazis weiterhin in Kahla aktiv sind. Speziell in
Anbetracht einer drohenden Naziveranstaltung, die im Sommer nächsten
Jahres stattfinden könnte, sollte dies zu denken geben.